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Bildverarbeitung und Automatisierung erhöhen Flexibilität in der Verpackungstechnik
Die Machine-Automation-Division von ABB präsentierte auf der Interpack 2026 neue Mechatronik- und Bildverarbeitungstechnologien von B&R für flexible, simulationsgestützte Verpackungsproduktion und Druckautomatisierung.
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Verpackungshersteller stehen zunehmend unter Druck durch kürzere Produktlebenszyklen, eine steigende Variantenvielfalt und höhere Anforderungen an die Produktionseffizienz. Auf der Interpack (7.–13. Mai ) 2026 in Düsseldorf stellte die Machine-Automation-Division von ABB neue Automatisierungstechnologien auf Basis von B&R vor, die die Anpassungsfähigkeit von Verpackungs- und Druckprozessen verbessern und den Engineering-Aufwand reduzieren sollen.
Simulationsgestützte Transportsysteme
Zu den wichtigsten vorgestellten Entwicklungen gehörte die Erweiterung der ACOPOS-6D-Plattform durch ACOPOS 6D Hybrid sowie die Softwareumgebung ACOPOS 6D LaunchPad. Das System kombiniert magnetisch schwebende Shuttle-Transporte mit konventionellen Fördertechniksystemen, Robotern und Manipulatoren innerhalb einer einheitlichen Steuerungsarchitektur.
Der hybride Ansatz ermöglicht es Herstellern, die schwebende Transporttechnik gezielt für hochpräzise Prozessschritte einzusetzen, während für weniger kritische Aufgaben konventionelle Bewegungs- und Fördersysteme genutzt werden. Dadurch sollen Infrastrukturkosten reduziert und gleichzeitig hohe Flexibilität in komplexen Verpackungsprozessen erhalten bleiben.
Mit ACOPOS 6D LaunchPad erweitert B&R die Plattform um simulationsgestütztes Engineering. Maschinenlayouts, Shuttle-Bewegungen und Prozessabläufe können bereits vor der Installation der Hardware virtuell konfiguriert und validiert werden. Laut B&R ermöglicht der „Configure and Run“-Ansatz die direkte Übertragung validierter Simulationsdaten auf reale Produktionshardware. Dadurch sollen Inbetriebnahmezeiten verkürzt und spätere Engineering-Änderungen minimiert werden.
Die Technologie richtet sich an Verpackungsanwendungen mit modularer Erweiterbarkeit, schnellen Produktwechseln und skalierbarer Integration in digitale Lieferketten. Typische Einsatzbereiche sind die Produktion von Konsumgütern mit hoher Variantenvielfalt, Pharmaverpackungen und individualisierte Etikettieranwendungen.
Integrierte Bildverarbeitung für Hochgeschwindigkeitsdruck
Darüber hinaus stellte B&R ein neues Farbkamerasystem für Verpackungs- und Druckanwendungen vor. Die Bildverarbeitungslösung ist für Inline-Prozesskorrekturen bei Produktionsgeschwindigkeiten von bis zu 500 m/min ausgelegt.
Die direkte Integration in den Maschinenregelkreis ermöglicht eine Echtzeitüberwachung und Prozesskorrektur mit deterministischer Synchronisation zwischen Bewegungssteuerung, Bildverarbeitung und Maschinensteuerung. Nach Angaben von B&R arbeitet das System mit Synchronisationszeiten im Mikrosekundenbereich, wodurch Korrekturen innerhalb des laufenden Produktionsprozesses möglich werden.
Die Lösung richtet sich insbesondere an Anwendungen mit häufig wechselnden Druckmotiven und anspruchsvollen Materialien wie glänzenden, transparenten oder mehrfarbigen Substraten. Adaptive Algorithmen, darunter automatische Belichtungsregelung, passen sich kontinuierlich an wechselnde Produktionsbedingungen an und reduzieren den Bedarf manueller Nachjustierungen.
Im Gegensatz zu eigenständigen Bildverarbeitungssystemen integriert die Plattform Bildverarbeitung und Maschinenautomatisierung in einer gemeinsamen Engineering-Umgebung. Dieselbe Hardware- und Softwarearchitektur unterstützt sowohl monochrome als auch Farbinspektionsaufgaben, wodurch Maschinenkonfiguration und Inbetriebnahme vereinfacht werden können.
Der integrierte Ansatz soll die Gesamtanlageneffektivität verbessern und Materialverluste durch frühzeitige Fehlerkorrekturen reduzieren. Zu den Anwendungsfeldern zählen Etikettendruck, flexible Verpackungsproduktion sowie Hochgeschwindigkeits-Verpackungslinien für Konsumgüter.
Automatisierung für variantenreiche Verpackungsproduktion
Laut Lazaros Patsakas, Global Industry Segment Manager CPG bei B&R, wurden die Technologien entwickelt, um den steigenden Anforderungen an schnelle Produktionsumstellungen, höhere Produktindividualisierung und maximale Produktivität in der Verpackungsindustrie gerecht zu werden.
Die auf der Interpack vorgestellten Lösungen spiegeln den allgemeinen Trend hin zu autonomen und simulationsgestützten Automatisierungssystemen wider. Virtuelles Engineering, adaptive Bildverarbeitung und modulare Transportsysteme werden zunehmend kombiniert, um flexible Produktionsumgebungen effizienter zu gestalten.
Bearbeitet von der Industriejournalistin Sucithra Mani mit Unterstützung von KI.
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