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GEA erweitert Verfahrenstechnisches Testzentrum für Trenntechnik

Der Ausbau am Standort Oelde erhöht bis Ende 2026 die Kapazitäten für komplexe Pilotversuche und kundenspezifische Prozessentwicklungen.

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GEA erweitert Verfahrenstechnisches Testzentrum für Trenntechnik

GEA hat eine bedeutende Investition zur Erweiterung seines Prozess-Testzentrums (PTC) für mechanische Trenntechnik am Hauptsitz in Oelde angekündigt. Das Projekt, dessen Fertigstellung für Ende 2026 geplant ist, umfasst die Einrichtung eines dritten Testraums und vergrößert die Gesamtfläche der Anlage auf 3.500 Quadratmeter. Diese Erweiterung bietet wichtige zusätzliche Kapazitäten zur Durchführung komplexer Pilotversuche, die Rohstoff- oder Medienströme von bis zu 5.000 Litern pro Stunde verarbeiten können. Die modernisierte Infrastruktur ist darauf ausgelegt, größere Tellerseparatoren und Dekanterzentrifugen sowie fortschrittliche Skid-Lösungen im naheindustriellen Maßstab aufzunehmen.

Praxisnahe Tests und nachhaltiger Betrieb
Angetrieben durch eine wachsende industrielle Nachfrage bewertet das PTC derzeit rund 800 Produktproben jährlich in den Sektoren Chemie, Pharma, erneuerbare Energien und Lebensmittelverarbeitung. Die Einrichtung beherbergt über 120 Testmaschinen, darunter einen ATEX-zertifizierten Raum für den sicheren Umgang mit explosionsgefährdeten Atmosphären. Durch das Testen von Anwendungen unter Realbedingungen versetzt GEA Hersteller in die Lage, optimale Prozessparameter zu ermitteln, die Produktkonsistenz zu validieren und Abläufe sicher zu skalieren. Im Einklang mit internen Nachhaltigkeitszielen wird die modernisierte Anlage zudem ein dediziertes Abwasseraufbereitungssystem sowie eine gewerbliche GEA-Wärmepumpe integrieren, um einen ressourceneffizienten Betrieb sicherzustellen.

Zusätzlicher Kontext: Technologischer Hintergrund und Marktdynamik
Dieser Abschnitt bietet einen technologischen und marktbezogenen Hintergrund, der in der ursprünglichen Pressemitteilung nicht explizit aufgeführt ist.

In der Verfahrenstechnik birgt die Skalierung der mechanischen Trennung von einer Laborumgebung hin zur industriellen Großproduktion erhebliche finanzielle und operative Risiken. Die komplexe Fluid-Dynamik in Tellerseparatoren und Dekanterzentrifugen reagiert äußerst empfindlich auf geringfügige Schwankungen der Viskosität des Ausgangsmaterials, der Partikelgrößenverteilung und der Temperatur. Da produzierende Branchen zunehmend auf nachhaltige oder biobasierte Rohstoffe – wie pflanzliche Proteine, alternative Milchprodukte oder fortschrittliche Biokraftstoffe – umstellen, sind die rheologischen Eigenschaften dieser neuen Medien im Vergleich zu standardisierten Petrochemikalien oft schwer vorhersehbar. Durch die Nutzung einer hochkapazitiven Pilotanlage können Anlagenbetreiber Ausbeute, Reinheit und Phasentrennungseffizienz unter intensiven, realen G-Kräften physisch validieren. Diese empirischen Daten sind in der Front-End-Engineering-Design-Phase (FEED) von entscheidender Bedeutung, da sie Ingenieuren erlauben, Ausrüstungen präzise auszulegen, den Energieverbrauch zu optimieren und kostspielige Prozessnachrüstungen nach der Inbetriebnahme der Anlage zu vermeiden.

Redaktionell bearbeitet von Lekshman Ramdas, Induportals-Redakteur – angepasst durch KI.

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