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Flockiersystem OLFC für industrielle Ölsaatenverarbeitung
Bühler präsentiert das Flockiersystem OLFC zur Reduzierung von Vibrationen und Steigerung der Anlagenverfügbarkeit in der kontinuierlichen Ölsaatenverarbeitung.
www.buhlergroup.com

Der Schweizer Technologiekonzern Bühler hat mit dem OLFC ein neues Flockiersystem für die Verarbeitung von Ölsaaten auf den Markt gebracht. Die mechanische Anlage ist für den kontinuierlichen industriellen Betrieb konzipiert, um aufgebrochene Saaten wie Sojabohnen, Raps und Sonnenblumenkerne vor der eigentlichen Ölextraktion zu dünnen Flocken zu pressen.
Herausforderungen in der industriellen Ölsaatenverarbeitung
Anlagenbetreiber in der Pflanzenölgewinnung sind auf eine hohe mechanische Zuverlässigkeit angewiesen, da großformatige Flockierwalzwerke bis zu 500 Tonnen Material pro Tag im Dauerbetrieb verarbeiten. Ungeplante Maschinenstillstände reduzieren den Durchsatz erheblich und stören die eng getakteten nachgelagerten Extraktionsprozesse. Gleichzeitig erfordert eine effiziente chemische Ölgewinnung eine hohe Präzision bei der Flockendicke und -gleichmäßigkeit. Die mechanische Dauerbelastung führt bei herkömmlichen Anlagen oft zu starken Maschinenvibrationen, welche die Lebensdauer von Lagern, Antriebsriemen und den Presswalzen selbst strukturell begrenzen.

Mechanische Konstruktion und Vibrationsreduzierung
Um diese strukturellen Belastungen im Dauerbetrieb zu minimieren, verfügt der OLFC über einen gezielt verstärkten Grundrahmen und massivere Gussteile in der Lagereinheit. Eine modifizierte Motorbefestigung sowie Riemenscheiben mit vergrößertem Durchmesser verringern die mechanische Riemenbelastung während des Betriebs. Durch diese kinematischen Anpassungen werden die Maschinenvibrationen im Vergleich zu Vorgängermodellen um bis zu 25 Prozent reduziert. Ein verbessertes hydraulisches System schützt die Walzenmechanik zudem vor plötzlichen Druckspitzen, die beispielsweise durch den Eintritt von Fremdkörpern in den Prozessfluss entstehen können. Anstelle konventioneller Keilriemensysteme setzt die Antriebsarchitektur auf einen Zahnriemen für die Kraftübertragung, was den Energiebedarf der Lösung um bis zu vier Prozent senkt.
Walzengeometrie und Anlagenwartung
Das System arbeitet mit vergrößerten Walzen, die einen Durchmesser von 820 Millimetern aufweisen. In Kombination mit einem erweiterten nutzbaren Durchmesserbereich verlängert diese Geometrie die Standzeit der Walzen um 150 Prozent, was die Häufigkeit kostspieliger Austauschintervalle reduziert. Für Instandhaltungsarbeiten integriert die Anlage einen Hilfsantrieb, der die Walzen während des routinemäßigen Schleifvorgangs mit niedriger Geschwindigkeit rotiert und so einen sichereren Eingriff ermöglicht. Lukas Spannagl, R&D Project Manager Value Nutrition bei Bühler, erklärt den technischen Ansatz: "Vom verstärkten Rahmen und den reduzierten Vibrationen bis zu langlebigeren Walzen und einer einfacheren Wartung haben wir uns darauf konzentriert, eine Maschine zu entwickeln, die während ihres gesamten Lebenszyklus zuverlässig Leistung erbringt." Diese Wartungsarchitektur spart pro Eingriff rund zwei Stunden Zeit, was bei einer Standardanlage einer zusätzlichen Verarbeitungskapazität von rund 41 Tonnen entspricht.

Automatisierungssystem und Sensorik
Die mechanische Hardware wird durch ein neu entwickeltes Automatisierungs- und Sensorsystem ergänzt, das kontinuierlich die Leistungsdaten der Maschine erfasst. Über eine Touchscreen-Benutzeroberfläche erhalten Bediener Echtzeitinformationen zum Maschinenstatus. Die gesammelten Sensordaten können direkt in die digitale Plattform Bühler Insights eingespeist werden, um Wartungsbedarfe vorausschauend zu erkennen und die Leistung mehrerer parallel betriebener Flockiermaschinen miteinander zu vergleichen. Das Systemdesign wurde vor der weltweiten Markteinführung durch zwei Prototypinstallationen in kommerziellen Sojabohnenverarbeitungsanlagen in den USA unter realen Produktionsbedingungen validiert.
Zusätzlicher Kontext
Dieser Abschnitt enthält technische Spezifikationen und Wettbewerbs-Benchmarking, die in der ursprünglichen Produktankündigung nicht enthalten waren
Im globalen Markt für industrielle Flockierwalzwerke zur Ölsaatenverarbeitung konkurriert der Bühler OLFC mit Großanlagen von Herstellern wie CPM Crown oder French Oil Mill Machinery. Während der Branchenstandard für den Walzendurchmesser im Hochleistungsbereich traditionell bei 800 Millimetern (oder circa 32 Zoll bei US-basierten Herstellern) liegt, differenziert sich die Bühler-Architektur durch den leicht vergrößerten Durchmesser von 820 Millimetern. Diese geometrische Abweichung vergrößert nicht nur die effektive Kontakt- und Kühlfläche der Walzen während des Pressvorgangs, sondern maximiert primär den Verschleißbereich des Hartgusses, der durch zyklisches Nachschleifen abgetragen werden kann, bevor ein vollständiger Walzenwechsel erforderlich ist. Durch die zusätzliche Integration einer direkten digitalen Zustandsüberwachung über Bühler Insights adressiert das System den wachsenden Bedarf an Predictive-Maintenance-Lösungen in kontinuierlichen Extraktionsanlagen, in denen mechanische Walzwerke bisher oft nur reaktiv nach dem Auftreten von Überhitzungen oder Vibrationsschäden gewartet wurden.
Herausgegeben von Maria Brueva, Induportals-Redakteurin – angepasst durch KI.
www.buhlergroup.com
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